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U16 auf Rang 13 - viel Licht und Schatten in Dresden

Am Ende steht mit Platz 13 ein Ergebnis, das weder Zufriedenheit versprüht, noch das Leistungsvermögen des Teams widerspiegelt. Und trotzdem hat dieser 13. Platz eine Geschichte, für die man in weiten Teilen selbst Verantwortung trägt und deshalb nicht gänzlich unverdient genannt werden kann. Schon allein diese erste Einordnung zeigt die Ambivalenz der ersten DM für den Jahrgang 03/04 des USV.
Doch der Reihe nach. Bereits das erste Gruppenspiel verlief gänzlich anders, als sich die USV-Mädels dies gewünscht hätten. Gegen den bärenstarken späteren Vizemeister vom TSV TB München gab es rein gar nichts zu holen. Die körperliche und spielerische Überlegenheit des Gegners war erdrückend, so dass das erste DM-Spiel in der Karriere unserer Mädchen zu einer kurzen und fast schmerzlosen Angelegenheit wurde. Im Nachhinein ist dieses erste Spiel dasjenige, über das am wenigsten Worte zu verlieren sind.
Im zweiten Spiel gegen den späteren Halbfinalisten VC Wiesbaden standen unsere Mädels bereits gehörig unter Druck, sollte das erklärte Vorrundenziel Rang 2 nicht frühzeitig ad acta gelegt werden. In einem gutklassigen, kämpferischen Spiel zogen wir jedoch mit 1:2 den Kürzeren. Dabei bleibt vor allem ein sehr guter erster Satz in Erinnerung, der durch gute Aufschläge und konsequente Angriffe über unsere Außen zu einer eindeutigen Angelegenheit wurde. Im zweiten Satz reduzierte Wiesbaden seine Fehlerquote, was längere Ballwechsel zur Folge hatte. Beim 15:13 lagen wir trotzdem noch in Front, was jedoch durch eine der vielen schwachen Annahmephasen zunichte gemacht wurde. Dass wir uns trotzdem am Ende nochmals auf 23:24 herankämpften, gehört genauso zur Geschichte dieser DM, wie der Umstand, dass wir diese Gelegenheit durch einen Aufschlagfehler verstreichen ließen. Im Tiebreak hatten wir Wiesbaden schnell nichts mehr entgegenzusetzen. Anders als in vielen engen Drucksituationen während der Saison hatte man den Eindruck, die Mannschaft wird dadurch eher gelähmt und passiv, als sich gemeinsam mit der notwendigen Energie herauszukämpfen. Vielleicht war dies der Knackpunkt dieser DM für uns. Welchen machbaren Weg Rang 2 in der Gruppe bedeutet hätte, hat uns Wiesbaden eindrucksvoll gezeigt. Dieser verpassten Chance haben wir zurecht, aber auch zu lange eine Träne nachgeweint.
Die Enttäuschung war den Mädchen anzumerken und im Nachhinein muss man sagen, wir sind an der Aufgabe gescheitert, den Fokus weg von dem Gewesenen hin zu der letzten Aufgabe der Vorrunde zu lenken. Der ASV Senden hatte bis dato auch beide Gruppenspiele verloren und deshalb war klar, dass der Gewinner im Turnier verbleiben würde, während der Verlierer nur um die Plätze 13-16 spielen würde. 
Die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt, aber umso länger reicht die Enttäuschung. Die Mannschaft absolvierte gegen einen geradlinig fehlerlos, aber keineswegs angsteinflösenden Gegner, das schlechteste, was sie in der gesamten Saison geboten hatte. Die Angst vor dem letzten Gruppenplatz führte zu einem blutleeren, passiven Auftritt, der alles vermissen ließ, was diese außergewöhnliche Mannschaft sonst auszeichnet. Wir verloren auch in der Deutlichkeit völlig zurecht mit 0:2 und fielen als Team völlig auseinander.
Es bleibt zu hoffen, dass die deutlichen Worte, die danach folgten, eine reinigende Langzeitwirkung haben werden: So darf man sich als Team nicht präsentieren. (Symptomatische Randgeschichte dieser DM: Senden setzt sich im Kreuz überraschend gegen Potsdam durch und erreicht  letztlich Platz 6!)
Dass das Team verstanden hatte, zeigte sich in den beiden nachfolgenden Spielen. Am Samstagabend konnte der Dresdner SC mit 2:0 geschlagen werden. Wichtiger als das Ergebnis war jedoch die Art und Weise des Zustandekommens. Siegeswillen und mannschaftliche Geschlossenheit waren zurückgekehrt.
Ebenso positiv bleibt der schwierige Sonntagmorgen zu bewerten. Nach dem emotional und körperlich kräftezehrenden Samstag ging es im abschließenden Spiel um Platz 13 gegen den TV Villingen. Nachdem der erste Satz deutlich verloren ging und die Gesichter stark an den Senden-Tiefpunkt erinnerten, fassten sich die Mädels in Satz 2 und 3 ein Teamherz und schossen den Gegner vornehmlich durch Aufschlagbomben förmlich aus der Halle.
Am Ende bleibt mit Platz 13 ein Ergebnis, dessen Einordnung wie gesagt schwer fällt. Wenn die Vorrundengegner im Endklassement Platz 2, 3 und 6 belegen, dann spielt sicherlich auch eine Portion Lospech eine Rolle. Und trotzdem wollen wir das nicht als Ausrede gelten lassen. Es war auch mit dieser Gruppeneinteilung deutlich mehr möglich. Wir haben es durch fehlende Ent- und Geschlossenheit selbst aus der Hand gegeben. Unser Ziel eines einstelligen Ergebnisses war keineswegs vermessen. Die Platzierungen von Teams mit ähnlicher Leistungsstärke belegen dies. 
Aber vielleicht werden wir dieses erste Ergebnis in einigen Jahren als Initialzündung begreifen. Als Anlass, dass wir in den kommenden Monaten alles dafür tun werden, um nocheinmal die Chance einer DM zu bekommen. Die Chance zu zeigen, dass wir es etwas besser können.

Allgemein, 18.05.2018

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